Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte

Schutz für Generatoren & Transformatoren

Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte werden eingesetzt, um den Sternpunkt von Generatoren oder Transformatoren kontrolliert mit Erde zu verbinden und Erdschlussströme gezielt zu begrenzen. Dadurch lassen sich elektrische Anlagen stabiler betreiben, während Personal, Betriebsmittel und angeschlossene Verbraucher besser geschützt werden.

Besonders in industriellen Drei-Phasen-Systemen mit hohen Anforderungen an Versorgungssicherheit und Anlagenverfügbarkeit bietet die Hochwiderstands-Sternpunkterdung eine zuverlässige Lösung. Sie reduziert die Belastung im Fehlerfall, unterstützt die Lokalisierung von Erdfehlern und kann dazu beitragen, ungeplante Stillstände zu vermeiden.

TECS Germany liefert Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte für Generator- und Transformatoranlagen nach kundenspezifischen Anforderungen – von der elektrischen Auslegung über die Gehäuseausführung bis zur Integration in bestehende Schaltanlagen.

Was sind Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte?

Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte sind elektrische Schutz- und Erdungssysteme, die zwischen dem Sternpunkt eines Generators oder Transformators und der Erde installiert werden. Ihre Aufgabe besteht darin, den Erdschlussstrom im Fehlerfall bewusst auf einen niedrigen Wert zu begrenzen.

Im Unterschied zu klassischen Erdungswiderständen arbeiten Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte mit vergleichsweise hohen Widerstandswerten. Dadurch wird der Fehlerstrom stark reduziert, ohne den Sternpunkt vollständig ungeerdet zu lassen. Das Netz bleibt kontrolliert referenziert, während gefährliche Spannungsverschiebungen und hohe Kurzschlussströme vermieden werden.

In der Praxis kommen diese Geräte vor allem in industriellen Mittel- und Niederspannungsnetzen, Generatoranlagen, Transformatorstationen und sensiblen Produktionsumgebungen zum Einsatz. Sie unterstützen einen sicheren Anlagenbetrieb, erhöhen die Betriebskontinuität und erleichtern die gezielte Fehlererkennung bei Erdschlüssen.

Funktionsweise der Hochwiderstands-Sternpunkterdung

Bei der Hochwiderstands-Sternpunkterdung wird der Neutral- bzw. Sternpunkt eines Generators oder Transformators nicht direkt, sondern über einen hochohmigen Widerstand mit Erde verbunden. Im normalen Betrieb bleibt das Netz dadurch stabil referenziert. Im Fehlerfall wird der Erdschlussstrom jedoch gezielt begrenzt.

Das Ziel ist eine kontrollierte Erdung, die hohe Kurzschlussströme vermeidet und gleichzeitig genügend Fehlerstrom bereitstellt, um einen Erdschluss zuverlässig zu erkennen und zu lokalisieren. Dadurch verbindet die Hochwiderstands-Sternpunkterdung Schutzfunktion, Netzstabilität und Betriebskontinuität in einem System.

Die folgende schematische Darstellung zeigt typische Varianten der Hochwiderstands-Sternpunkterdung bei stern- und delta-verbundenen Systemen.

Begrenzung des Erdschlussstroms über hohe Widerstandswerte

Der zentrale Unterschied zu direkt oder niedrigwiderständig geerdeten Systemen liegt im hohen Widerstandswert. Dieser reduziert den Stromfluss zwischen Sternpunkt und Erde im Erdschlussfall auf ein niedriges Niveau. In vielen Anwendungen liegt der Fehlerstrom dadurch nur im Bereich weniger Ampere.

Diese Begrenzung entlastet Generatoren, Transformatoren, Kabel, Schaltanlagen und angeschlossene Verbraucher. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Lichtbogenfehlern, thermischen Schäden und Folgeschäden an der Anlage. Für Betreiber industrieller Netze ist das besonders relevant, wenn Produktionsprozesse möglichst ohne ungeplante Unterbrechung weiterlaufen sollen.

Sternpunkterdung bei Generator und Transformator

Bei sternförmig geschalteten Generatoren oder Transformatoren wird das Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgerät direkt zwischen Sternpunkt und Erde installiert. Der Sternpunkt erhält damit ein definiertes Erdpotential, ohne dass im Fehlerfall hohe Kurzschlussströme entstehen.

Diese Form der Sternpunkterdung eignet sich besonders für Anlagen, bei denen Versorgungssicherheit, Personenschutz und Betriebsmittelschutz im Vordergrund stehen. Ein erster Erdfehler kann erkannt und überwacht werden, ohne dass das System in jedem Fall sofort abgeschaltet werden muss. So bleibt ausreichend Zeit, den Fehler gezielt zu lokalisieren und kontrolliert zu beheben.

Künstlicher Sternpunkt bei Delta-Systemen

In Delta- oder Dreiecksystemen steht kein natürlicher Sternpunkt zur Verfügung. Damit auch solche Netze kontrolliert geerdet werden können, wird ein künstlicher Sternpunkt erzeugt. Dies erfolgt beispielsweise über einen Erdungstransformator, der anschließend über den Hochwiderstand mit Erde verbunden wird.

Durch diese Lösung lassen sich auch Delta-Systeme in ein hochwiderstandsgeerdetes Netz überführen. Der Vorteil: Erdfehler werden messbar, der Fehlerstrom bleibt begrenzt und die Lokalisierung des Fehlerpunkts wird deutlich erleichtert. Für bestehende Industrieanlagen kann dies eine wirtschaftliche Möglichkeit sein, Netzschutz und Anlagenverfügbarkeit zu verbessern.

Schematische Darstellung der Hochwiderstands-Sternpunkterdung bei stern- und delta-verbundenen Systemen mit Erdungstransformator und begrenztem Erdschlussstrom.

Arten der Sternpunkterdung im Vergleich

Die Sternpunkterdung kann je nach Netzform, Spannungsebene und Schutzkonzept unterschiedlich ausgeführt werden. Entscheidend ist, wie der Sternpunkt eines Generators, Transformators oder Netzes mit Erde verbunden wird – direkt, über einen Widerstand, über eine Induktivität oder gar nicht.

Für die Auswahl der passenden Sternpunkterdung sind vor allem Netzspannung, Kurzschlussleistung, Leitungslängen, Kabelanteil, Schutzkonzept und gewünschte Betriebskontinuität relevant. Während fest geerdete Systeme hohe Fehlerströme zulassen, begrenzen widerstandsgeerdete Systeme den Erdschlussstrom gezielt. Isolierte Netze wiederum kommen vor allem dort zum Einsatz, wo ein erster Fehler nicht unmittelbar zur Abschaltung führen soll.

Ungeerdete oder isolierte Sternpunkte

Bei einem isolierten Sternpunkt besteht keine direkte Verbindung zwischen Sternpunkt und Erde. Diese Ausführung wird vor allem in Netzen mit geringer Ausdehnung eingesetzt, beispielsweise in bestimmten Industrienetzen oder Anlagenbereichen mit überschaubaren Leitungslängen.

Der Vorteil liegt darin, dass ein erster Erdfehler nicht zwingend sofort zu einer Abschaltung führen muss. Gleichzeitig kann die Fehlererkennung anspruchsvoller sein, da nur geringe kapazitive Fehlerströme auftreten. In der Praxis ist daher eine geeignete Isolationsüberwachung erforderlich, um Erdfehler zuverlässig zu erkennen und Folgeschäden zu vermeiden.

Resonanzsternpunkterdung über Petersenspule

Bei der Resonanzsternpunkterdung wird der Sternpunkt über eine Induktivität geerdet, häufig über eine sogenannte Petersenspule. Diese kompensiert kapazitive Erdschlussströme im Netz und wird besonders in Mittelspannungsnetzen mit größerer Ausdehnung eingesetzt.

Typische Anwendungen sind Verteilnetze im Mittelspannungsbereich, insbesondere Freileitungsnetze. Der Vorteil liegt darin, dass ein einpoliger Erdschluss in vielen Fällen beherrschbar bleibt und Lichtbogenfehler reduziert werden können. Für industrielle Anlagen mit definiertem Schutzkonzept ist jedoch genau zu prüfen, ob diese Art der Sternpunkterdung zur Netzstruktur passt.

Niedrigwiderstands-Sternpunkterdung

Bei der niedrigwiderständigen Sternpunkterdung wird der Sternpunkt über einen vergleichsweise niedrigen Widerstand mit Erde verbunden. Dadurch wird der Erdschlussstrom begrenzt, bleibt aber deutlich höher als bei einer Hochwiderstands-Sternpunkterdung.

Diese Lösung wird häufig in Mittelspannungsnetzen mit hohem Kabelanteil eingesetzt. Sie ermöglicht eine eindeutige Fehlererkennung und eine schnelle Abschaltung im Fehlerfall. Der Nachteil liegt darin, dass im Erdschlussfall weiterhin relevante Fehlerströme auftreten können, die Betriebsmittel stärker belasten als bei hochwiderstandsgeerdeten Systemen.

Hochwiderstands-Sternpunkterdung

Die Hochwiderstands-Sternpunkterdung nutzt einen hohen Widerstand zwischen Sternpunkt und Erde. Dadurch wird der Erdschlussstrom auf ein sehr niedriges Niveau reduziert. In vielen Anwendungen liegt dieser nur im Bereich weniger Ampere.

Diese Art der Sternpunkterdung eignet sich besonders für Generatoranlagen, Transformatoranlagen und industrielle Netze, bei denen Anlagenverfügbarkeit und Betriebskontinuität eine hohe Bedeutung haben. Ein erster Erdfehler kann erkannt, überwacht und lokalisiert werden, ohne dass die Anlage zwangsläufig sofort abgeschaltet werden muss. Genau hier liegt der zentrale Vorteil von Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräten: Sie kombinieren kontrollierte Erdung, reduzierte Fehlerstrombelastung und eine verbesserte Fehlerlokalisierung.

Starre, teilstarre und zentrale Sternpunkterdung
  • Bei der starren Sternpunkterdung werden Sternpunkte direkt und widerstandslos geerdet. Dadurch entstehen im Fehlerfall hohe Erdschlussströme, die eine schnelle Schutzabschaltung ermöglichen. Diese Ausführung ist vor allem in Hochspannungsnetzen sowie in TN-und TT-Netzsystemen verbreitet.
  • Die teilstarre Sternpunkterdung kommt ebenfalls in Hochspannungsnetzen vor. Hier sind nicht alle Sternpunkte direkt geerdet, wodurch sich das Erdungsverhalten gezielter an die Netzstruktur anpassen lässt.
  • Bei der zentralen Sternpunkterdung wird nur ein Sternpunkt pro galvanisch verbundenem Netz direkt geerdet. Diese Lösung wird unter anderem in TN-Netzen eingesetzt, wenn die Abschaltung über Überstromschutzeinrichtungen erfolgen soll – beispielsweise in Gebäuden mit einem hohen Anteil informationstechnischer Einrichtungen.

Vorteile der Hochwiderstands-Sternpunkterdung in industriellen Netzen

Die Hochwiderstands-Sternpunkterdung bietet vor allem dort Vorteile, wo Anlagenverfügbarkeit, Personenschutz und Betriebsmittelschutz gleichzeitig berücksichtigt werden müssen. Im Vergleich zu fest geerdeten oder niedrigwiderständig geerdeten Systemen wird der Erdschlussstrom deutlich reduziert. Gleichzeitig bleibt das Netz kontrolliert geerdet und ein Erdfehler kann gezielt erkannt werden.

Für industrielle Betreiber bedeutet das: geringere Belastung im Fehlerfall, weniger Risiko für Folgeschäden und mehr Zeit für eine kontrollierte Fehleranalyse.

Reduzierte Erdschlussströme und geringere Anlagenbelastung

Ein wesentlicher Vorteil der Hochwiderstands-Sternpunkterdung ist die starke Begrenzung des Erdschlussstroms. Während fest geerdete Systeme im Fehlerfall sehr hohe Ströme verursachen können, reduziert ein Hochwiderstand Sternpunkterdungsgerät den Stromfluss auf ein niedriges, definiertes Niveau.

Das entlastet unter anderem:

  • Generatoren und Transformatoren
  • Kabel und Leitungen
  • Schaltanlagen und Schutzgeräte
  • angeschlossene Verbraucher
  • Isolationssysteme und Betriebsmittel

Dadurch sinkt das Risiko von thermischen Schäden, Lichtbogenfehlern und mechanischer Beanspruchung. Besonders in sensiblen Produktionsanlagen kann diese Strombegrenzung dazu beitragen, kostenintensive Folgeschäden zu vermeiden.

Hohe Betriebskontinuität beim ersten Erdfehler

In vielen industriellen Netzen ist nicht nur der Schutz der Anlage entscheidend, sondern auch die Verfügbarkeit des laufenden Betriebs. Bei einer Hochwiderstands Sternpunkterdung muss ein erster Erdfehler nicht zwangsläufig sofort zur Abschaltung der gesamten Anlage führen.

Stattdessen kann der Fehler erkannt, gemeldet und kontrolliert weiterverfolgt werden. Das ist besonders relevant für Anwendungen, bei denen ein ungeplanter Stillstand hohe Kosten verursachen würde, zum Beispiel in:

  • Produktionsanlagen mit kontinuierlichen Prozessen
  • Energieerzeugungsanlagen
  • Transformatorstationen
  • kritischen Infrastrukturen
  • Anlagen mit hohen Anforderungen an Versorgungssicherheit

Die Anlage bleibt damit besser beherrschbar. Wartung und Instandhaltung können gezielter geplant werden, ohne dass der laufende Betrieb sofort unterbrochen werden muss.

Verbesserte Fehlerlokalisierung durch Pulsbetrieb

Ein weiterer Vorteil liegt in der gezielten Fehlerlokalisierung. Viele Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte können im Fehlerfall mit einem Pulsbetrieb arbeiten. Dabei wird der begrenzte Fehlerstrom zeitweise verstärkt und als wiederkehrender Impuls messbar gemacht.

Dieser Pulsstrom kann mit geeigneten Messgeräten entlang der Anlage verfolgt werden. Sobald der Impuls nicht mehr messbar ist, lässt sich der Fehlerbereich deutlich eingrenzen. Das vereinfacht die Suche nach dem Erdfehler und reduziert den Aufwand für die Instandhaltung.

Typische Vorteile des Pulsbetriebs:

  • schnellere Eingrenzung des Fehlerorts
  • bessere Messbarkeit auch bei niedrigen Fehlerströmen
  • reduzierte Suchzeiten für Wartungsteams
  • geringere Stillstands- und Diagnosekosten
  • kontrollierte Fehleranalyse ohne unnötige Anlagenbelastung

Damit eignet sich die Hochwiderstands-Sternpunkterdung besonders für industrielle Netze, in denen Erdfehler nicht nur sicher erkannt, sondern auch möglichst schnell lokalisiert und behoben werden müssen.

Typische Einsatzbereiche für Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte

Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte werden überall dort eingesetzt, wo elektrische Netze sicher, kontrolliert und möglichst unterbrechungsarm betrieben werden müssen. Besonders relevant sind sie für Anlagen, bei denen ein Erdschluss nicht direkt zu hohen Fehlerströmen oder ungeplanten Abschaltungen führen soll.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Energieerzeugung und Generatoranlagen
  • Transformatorstationen und Verteilanlagen
  • industrielle Mittel- und Niederspannungsnetze
  • Produktionsanlagen mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen
  • sensible Infrastrukturen mit kritischen Verbrauchern
Generatoranlagen

In Generatoranlagen dient die Hochwiderstands-Sternpunkterdung dazu, den Generatorsternpunkt kontrolliert mit Erde zu verbinden. Kommt es zu einem Erdschluss, wird der Fehlerstrom auf ein definiertes, niedriges Niveau begrenzt.

Dadurch lassen sich Generatorwicklungen, Isolationssysteme und angeschlossene Schaltanlagen wirksam entlasten. Gleichzeitig kann ein erster Erdfehler erkannt und überwacht werden, ohne dass der Generatorbetrieb in jedem Fall sofort unterbrochen werden muss.

Das ist besonders vorteilhaft bei:

  • Kraftwerksgeneratoren
  • Notstrom- und Ersatzstromanlagen
  • industriellen Eigenversorgungsanlagen
  • Generatoren in Prozessanlagen
  • Anlagen mit hohen Anforderungen an Betriebssicherheit
Transformatoranlagen

Auch bei Transformatoranlagen spielt die Sternpunkterdung eine zentrale Rolle für Netzschutz und Betriebssicherheit. Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte werden zwischen dem Transformatorsternpunkt und Erde installiert, um Erdschlussströme gezielt zu begrenzen.

So bleibt das Netz geerdet und kontrollierbar, während die Belastung im Fehlerfall deutlich reduziert wird. Besonders in Transformatorstationen mit sensiblen Verbrauchern oder hohem Kabelanteil kann diese Lösung helfen, Anlagenkomponenten zu schützen und die Fehlerdiagnose zu erleichtern.

Hochspannungs- und Industrienetze

In industriellen Netzen mit komplexer Infrastruktur ist eine zuverlässige Sternpunkterdung entscheidend. Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte kommen unter anderem in Netzen zum Einsatz, in denen Versorgungssicherheit, selektive Fehlererkennung und reduzierte Anlagenbelastung im Vordergrund stehen.

Je nach Netzaufbau können sie in Mittelspannungs- oder Niederspannungssystemen eingesetzt werden. Besonders bei 3-Phasen-Systemen mit industriellen Lasten, langen Kabelwegen oder hohen Anforderungen an den Personenschutz bietet die Hochwiderstands-Sternpunkterdung technische und wirtschaftliche Vorteile.

Sensible Anlagen mit hoher Versorgungssicherheit

In sensiblen Anlagen kann bereits ein kurzer Ausfall erhebliche wirtschaftliche Folgen haben. Deshalb werden Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte häufig dort eingesetzt, wo der laufende Betrieb möglichst stabil aufrechterhalten werden soll.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • kontinuierliche Produktionslinien
  • chemische und verfahrenstechnische Anlagen
  • Rechenzentren und technische Infrastrukturen
  • Krankenhäuser und sicherheitsrelevante Einrichtungen
  • Anlagen mit kritischen Maschinen oder Steuerungssystemen

Der Vorteil liegt in der Kombination aus Erdschlussüberwachung, Fehlerstrombegrenzung und Betriebskontinuität. Betreiber erhalten mehr Kontrolle über den Fehlerfall und können Instandhaltungsmaßnahmen gezielter planen.

Technische Ausstattung und mögliche Ausführungen

Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte werden passend zur jeweiligen Anlage, Netzspannung und Schutzanforderung ausgelegt. Neben dem eigentlichen Widerstandselement spielen auch Mess-, Überwachungs- und Schaltfunktionen eine wichtige Rolle. Sie sorgen dafür, dass Erdfehler zuverlässig erkannt, signalisiert und bei Bedarf gezielt lokalisiert werden können.

Je nach Anwendung können die Geräte als kompakte Einheit, im Schaltschrank, als freistehendes Gehäuse oder zur Integration in bestehende Schaltanlagen ausgeführt werden.

Messung, Alarmierung und Überwachung

Zur technischen Ausstattung gehören in der Regel Komponenten zur Strommessung, Zustandsanzeige und Fehleralarmierung. Dadurch lässt sich der Betriebszustand der Sternpunkterdung jederzeit überwachen.

Mögliche Ausstattungsmerkmale sind zum Beispiel:

  • analoges oder digitales Amperemeter zur Anzeige des Erdschlussstroms
  • Anzeige für Normalbetrieb, zum Beispiel über grünes Signallicht
  • optischer und akustischer Alarm bei Erdschluss
  • Testtaster zur Funktionsprüfung
  • Hilfskontakte für Alarm- oder Pulszustände
  • Türschalter zur sicheren Abschaltung bei geöffnetem Gehäuse
  • Schnittstellen zur Weitergabe von Meldungen an übergeordnete Systeme

Diese Funktionen erleichtern die Überwachung im laufenden Betrieb und unterstützen eine schnelle Reaktion im Fehlerfall.

Gehäuse, Schutzart und Einbindung in Schaltanlagen

Die mechanische Ausführung richtet sich nach Aufstellort, Umgebungsbedingungen und Einbausituation. Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte können für Innenräume, technische Betriebsräume oder anspruchsvollere Industrieumgebungen ausgelegt werden.

Je nach Projekt sind verschiedene Ausführungen möglich:

  • Gehäuseausführung nach Kundenvorgabe
  • geeignete Schutzarten für den jeweiligen Einsatzort
  • freistehende Schaltschränke oder Einbauvarianten
  • Integration in bestehende Schaltanlagen
  • abgestimmte Kabeleinführungen und Anschlussbereiche
  • Ausführung für spezielle Umgebungsbedingungen
  • optional ATEX-konforme Bauweise bei explosionsgefährdeten Bereichen

Gerade bei bestehenden Anlagen ist eine sorgfältige Abstimmung wichtig. So lässt sich das Sternpunkterdungsgerät technisch sauber in das vorhandene Schutz- und Anlagenkonzept integrieren.

Optionale Funktionen wie Datenlogging und Sonderausführungen

Neben der Grundausstattung können Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte mit zusätzlichen Funktionen erweitert werden. Diese Optionen verbessern die Diagnose, Dokumentation und Wartungsplanung.

Mögliche Sonderfunktionen und Erweiterungen sind:

  • Datenlogging zur Aufzeichnung von Erdschlussereignissen
  • kundenspezifische Alarm- und Meldefunktionen
  • Puls-/Normal-Wahlschalter zur Unterstützung der Fehlerlokalisierung
  • angepasste Widerstandswerte und Leistungsdimensionierung
  • Auslegung für definierte Netzspannungen und Fehlerstrombereiche
  • besondere Isolationsklassen
  • individuelle Kühlkonzepte
  • Sondergehäuse für spezifische Einbausituationen

TECS Germany unterstützt bei der Auswahl der passenden technischen Ausführung und legt Hochwiderstand Sternpunkterdungsgeräte auf Basis der konkreten Anlagen- und Netzparameter aus. So entsteht eine Lösung, die nicht nur elektrisch funktioniert, sondern auch mechanisch, sicherheitstechnisch und betrieblich zur jeweiligen Anwendung passt.

Typische Einsatzbereiche von Erdungswiderständen

Erdungswiderstände kommen überall dort zum Einsatz, wo elektrische Energie sicher verteilt und kontrolliert werden muss. Insbesondere in komplexen Industrie- und Versorgungsnetzen sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Schutzkonzepte.

Energieerzeugung und Mittelspannungsnetze

In Kraftwerken sowie in Mittel- und Hochspannungsnetzen übernehmen Erdungswiderstände eine zentrale Rolle beim Schutz von Generatoren und Transformatoren. Sie begrenzen Erdschlussströme und verhindern so Schäden an kostenintensiven Schlüsselkomponenten.

Gleichzeitig tragen sie dazu bei, die Stabilität des gesamten Netzes zu sichern und Schutzsysteme zuverlässig auszulösen – ein entscheidender Faktor für die Versorgungssicherheit.

Industrieanlagen und Prozessindustrie

In industriellen Produktionsanlagen – etwa in der Chemie-, Lebensmittel- oder Fertigungsindustrie – sorgen Erdungswiderstände für einen sicheren Betrieb elektrischer Systeme. Gerade bei automatisierten Prozessen ist eine hohe Anlagenverfügbarkeit essenziell.

Durch die kontrollierte Begrenzung von Fehlerströmen lassen sich ungeplante Stillstände vermeiden und Produktionsausfälle minimieren. Zudem wird die Sicherheit für Personal und Anlagen deutlich erhöht.

Öl- und Gasindustrie sowie kritische Infrastrukturen

In besonders sensiblen Bereichen wie der Öl- und Gasindustrie, im Bergbau oder in anderen kritischen Infrastrukturen gelten höchste Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Hier kommen häufig speziell ausgelegte Erdungswiderstände zum Einsatz, die auch längere Fehlerströme verkraften und einen Weiterbetrieb bis zur geplanten Abschaltung ermöglichen. Diese Anwendungen erfordern robuste, langlebige Systeme mit hoher thermischer Belastbarkeit und oft zusätzlichen Schutzfunktionen.

Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte als Sonderanfertigung von TECS Germany

Jede Sternpunkterdung muss zur jeweiligen Anlage passen. Netzspannung, gewünschter Erdschlussstrom, Kurzschlussleistung, Schutzkonzept, Aufstellort und vorhandene Schaltanlage beeinflussen die technische Auslegung. Deshalb bietet TECS Germany Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgeräte als kundenspezifische Sonderanfertigung an.

Die Auslegung erfolgt projektbezogen und orientiert sich an den elektrischen, mechanischen und betrieblichen Anforderungen Ihrer Anlage. So erhalten Sie keine Standardlösung, sondern ein Sternpunkterdungsgerät, das auf Ihre Anwendung abgestimmt ist.

Mögliche Anpassungen umfassen unter anderem:

  • Auslegung für definierte Netzspannungen und Fehlerstrombereiche
  • kundenspezifische Widerstandswerte und Leistungsdaten
  • Auswahl geeigneter Isolationsklassen
  • Gehäuseausführung nach Aufstellort und Schutzart
  • Integration in bestehende Schaltanlagen oder neue Anlagenkonzepte
  • Anschluss- und Kabeleinführungen nach Projektanforderung
  • optionale Mess-, Alarm- und Überwachungsfunktionen
  • Ausführung mit Pulsbetrieb zur Fehlerlokalisierung
  • Sonderlösungen für anspruchsvolle Industrieumgebungen
  • auf Wunsch ATEX-konforme Ausführungen

TECS Germany begleitet Sie von der technischen Klärung bis zur passenden Ausführung. Dabei werden die Anforderungen Ihrer Anlage sorgfältig geprüft, damit das Hochwiderstand Sternpunkterdungsgerät zuverlässig in das bestehende Schutz- und Erdungskonzept eingebunden werden kann.

Gerade bei Generatoranlagen, Transformatorstationen und komplexen Industrienetzen ist diese individuelle Auslegung entscheidend. Sie sorgt dafür, dass Erdschlussströme sicher begrenzt, Fehler zuverlässig erkannt und Anlagenkomponenten bestmöglich geschützt werden.

Jetzt beraten lassen oder Angebot anfordern

Sie planen eine Sternpunkterdung für Generatoren, Transformatoren oder industrielle Netze? TECS Germany unterstützt Sie bei der passenden Auslegung und liefert Hochwiderstand Sternpunkterdungsgeräte nach Ihren technischen Anforderungen.

Für eine gezielte Anfrage sind folgende Angaben hilfreich:

  • Netzspannung und Netzform
  • gewünschter Erdschlussstrom
  • Einsatzbereich, z. B. Generator, Transformator oder Schaltanlage
  • Aufstellort und Umgebungsbedingungen
  • gewünschte Schutzart und Gehäuseausführung
  • Anforderungen an Messung, Alarmierung und Überwachung
  • optionale Funktionen wie Pulsbetrieb oder Datenlogging
  • vorhandene technische Zeichnungen oder Spezifikationen

Senden Sie uns Ihre Anforderungen oder sprechen Sie direkt mit unserem technischen Team. Gemeinsam prüfen wir die passende Ausführung für Ihre Anlage und erstellen ein individuelles Angebot für Ihr Hochwiderstand-Sternpunkterdungsgerät.

Das könnte Sie auch interessieren